Realschule soll generalsaniert werden

Schul- und Kulturausschuss stellt Weichen für Millionenprojekt

Zwiesel/Viechtach. Seit Jahren rückt das Thema immer wieder einmal in den Fokus, aber eine konkrete Entscheidung hat es bislang nicht gegeben. Jetzt aber hat der Schul- und Kulturausschuss des Kreistages die Weichen gestellt für eine umfassende Sanierung der Realschule Zwiesel.

Auf enorme Ausgaben für mehrere Schulen muss sich der Landkreis Regen in den kommenden Jahren einstellen. Dazu zählt neben der Hotelberufsschule Viechtach (neuer Küchentrakt für drei Millionen Euro) und dem grundlegenden Umbau der Berufsschule Regen mit FOS und BOS nun auch die seit langem anstehende Generalsanierung der Realschule Zwiesel. In der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses des Kreistages diese Woche in Viechtach wurde einstimmig der Beschluss gefasst, das Vorhaben Realschule „planerisch und fördertechnisch 2019/2020 vorzubereiten“.
Landrätin Rita Röhrl meinte einleitend zu diesem Thema, dass „wir dringend etwas tun müssen“, denn die Eltern möchten Klarheit, „wie es mit der Realschule Zwiesel weitergeht“. Nachdem man beim bayernweiten KIP-S-Programm (Kommunalinvestitionsprogramm Schulstruktur) mit der Realschule nicht zum Zuge gekommen war, „muss nun der Landkreis aktiv werden“.
Dass es bei der Realschule Zwiesel ziemlich weit fehlt, machte der Mängelbericht deutlich, den der Liegenschaftsverwalter des Landkreises, Siegfried Gigl, den Kreisräten präsentierte. Darin ist vom „unzureichenden energetischen Zustand des Daches“ die Rede, von kaputten Fenstern und Sonnenschutzanlagen, von maroder Fußbodenheizung, „teilweise unhygenischen Sanitäranlagen“ und unzureichendem Brandschutz sowie mangelnder Verkehrssicherheit.
Die Verwaltung schätzt die Sanierungskosten auf rund sieben Millionen Euro. Voraussetzung für eine Förderung (bis zu 50 Prozent), so Gigl, seien stabile Schülerzahlen und der Erhalt der Zweizügigkeit. Beides konnte vom anwesenden Realschuldirektor Joachim Schmitt bestätigt werden. Die Schülerzahl sei zuletzt sogar wieder leicht gestiegen.
Ohne weitere Nachfragen nahm der Kreisausschuss davon Kenntnis, dass aufgrund des Bauzustandes eine Sanierung des Schulgebäudes samt Verbindungstrakt zur Turnhalle dringend nötig ist. Einstimmig wurde die Kreisverwaltung beauftragt, das Vorhaben in den nächsten zwei Jahren planerisch und fördertechnisch vorzubereiten, so dass mit der Maßnahme voraussichtlich 2021 begonnen werden könnte.
Bekanntlich war in der Vergangenheit auch immer wieder über ein möglicherweise bevorstehendes Aus für die Realschule Zwiesel spekuliert worden. Doch diese Befürchtung scheint nun endgültig vom Tisch. Der Beschluss im Schulausschuss sei „ein ganz klares Signal der Landrätin zum Erhalt des Realschulstandortes Zwiesel“, so Landratsamtssprecher Heiko Langer.
Und was ist mit der Variante eines gemeinsamen Schulgebäudes mit der Mittelschule, über die im Zwieseler Stadtrat bereits gesprochen worden ist? „Diese Frage stellt sich momentan nicht“, sagt dazu Langer, „weil keine Alternative zur Generalsanierung vorliegt.“

  • 2018_12_07_sanierung
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