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„Nutzt die Chancen, die sich Euch bieten“

Realschule verabschiedet 58 Absolventen – Prof. Dr. Buske hält Festrede

Zwiesel. Nehmt Euer Leben in die Hand, geht selbstbewusst den Weg, der für Euch der richtige ist und lasst Euch nicht vom Ziel abbringen – diese Kernbotschaft haben am Freitagnachmittag alle Redner den 58 Zehntklässlern der Realschule vermittelt, die in der Schulaula ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen konnten. Und die Gratulanten am Rednerpult waren sich einig: Mit der Mittleren Reife an dieser Schule hat jeder und jede die Basis für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen.

Nach einer schmissigen Einstimmung durch das Bläserensemble Easy Brass hießen Konrektor Christian Sagmeister, Lehrerin Nina Weiß und Schülerin Mirja Weiß die Gäste willkommen – neben Schülern, Eltern, Lehrern und dem Hauspersonal auch Landrat Michael Adam, die Bürgermeister bzw. -stellvertreter aus dem Einzugsgebiet der Schule und Vertreter anderer Schulen und der Wirtschaft. Auch der frühere Schulchef Josef Hain war gekommen.
Nach einem virtuos gespielten Klavierstück von Schüler Valentin Schiller eröffnete der Landrat den Reigen der Grußworte. „An dieser Schule wird mehr geboten als das Pflichtprogramm“, befand Michael Adam und versicherte den Absolventen: „Die Realschule eröffnet Wege in alle Richtungen.“ Er hoffe, so der Landrat, dass möglichst viele der Abschluss-Schüler wieder in den Landkreis zurückkehren.
Als Vertreter der Bürgermeister sprach Bayerisch Eisensteins Rathaus-Chef Charly Bauer speziell jenen Absolventen Mut zu, die noch keinen klaren Plan für ihre Zukunft haben. Den habe er selbst auch nicht gehabt, als er hier die Realschule abgeschlossen habe, verriet Bauer und gab Einblick in seine bewegte Berufskarriere. „Jeder wird seine Stärken erkennen“, prophezeite er und riet den Absolventen, ihren Horizont zu erweitern, aber dann wieder in die Region zurückzukommen.
In Versform gratulierte Elternbeiratsvorsitzender Thomas Hackl den erfolgreichen Zehntklässlern und wünschte ihnen alles Gute für den weiteren Lebensweg. Die Glückwünsche des Fördervereins der Schule übermittelte 2. Vorsitzende Daniela Geiß und ermunterte die Absolventen: „Wenn Ihr einmal stolpert, dann steht wieder auf und schaut nach vorne.“
Etwa zwei Drittel der Absolventen werden jetzt eine Ausbildung antreten, der Rest seine Schullaufbahn fortführen, wusste Prof. Dr. Andreas Buske. Der Chef der Zwiesel Kristallglas AG hielt die Festansprache und gab den Abschlussschülern Tipps, was aus seiner eigenen Erfahrung entscheidend ist für ein glückliches Leben. Erst solle man sich um die wichtigen Dinge kümmern – Gesundheit, Familie, Ausbildung, Träume. „Tut die für Euch wichtigen Dinge und fangt nicht mit dem Unwichtigen an“, sagte Buske.
Um erfolgreich zu sein, müsse man ein klares Ziel haben. Dafür lohne es sich zu kämpfen. „Der Erfolg steht und fällt oft mit der Leidenschaft, mit der man etwas tut.“ Sehr gutes Rüstzeug hätten die Absolventen an der Schule bekommen.
Der Unternehmens-Boss rief die Absolventen auf, sich Neugierde und Begeisterung zu erhalten, immer zu versuchen, das Beste zu geben – auch bei widrigen Umständen –, und bei Kritik und Fehlern nicht aufzustecken, sondern daraus zu lernen. „Nutzt die Chancen, die sich Euch bieten“, appellierte Buske an die Absolventen und verwies auf die aktuell hervorragenden Möglichkeiten, die der Arbeitsmarkt gerade auch in der Region bietet.
Die Schülersprecher Isabel Haller, Matthias Koller und Stefan Thoms verglichen ihre Schullaufbahn mit einer beschwerlichen Bergtour, bei der die Lehrer als Wanderführer über viele Steine hinweg geholfen hätten. Sie dankten besonders ihren Familien für die Unetrstützung und überreichten Verbindungslehrerin Doris Crema ein Geschenk.
Schulleiter Joachim Schmitt zog seine Rede am Thema „Schuhe“ auf, die jeder auf seinem (Schul-)Weg brauche. Er sprach von Schuhen, die erst ungewohnt sind, manchmal zu groß, aber auch von Unterstützern, die beim Laufen lernen helfen. Spitze Steine, etwa in Form von Schulaufgaben, lägen oft auf dem Weg und führten zu Verletzungen, und mancher müsse das gleiche Paar zweimal hintereinander kaufen. „Aber heute zieht ihr Eure Realschul-Schuhe endgültig aus“, so Schmitt und gab den scheidenden Schülern den Wunsch mit, dass sie alle das richtige Schuhwerk für das berufliche und private Glück finden mögen.
Bevor Schmitt mit den Klassenleiterinnen Stephanie Müller-Peter, Silvia Fiedler und Doris Crema die Abschlusszeugnisse überreichte, wurden auf einer Leinwand Bilder aus der Schulzeit der Absolventen gezeigt. Gratulationen und kleine Geschenke erhielten die Schüler auch von den Bürgermeistern ihrer Heimatgemeinden.
Die Schulband spielte dann den gelungenen Schlussakkord für die Feier, die mit einem kleinen Sektempfang ausklang. Am Abend trafen sich alle wieder beim Abschlussball in der Eisensteiner Arberlandhalle.

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