Aktuelle Nachrichten aus dem Schulleben

Dazu gehören besondere Schulveranstaltungen, Pressebeiträge, Fotos und andere wissenswerte Details.

 

Merken

Der Realschulgarten blüht wieder auf

Gelungene Wiedereinführung des Wahlfachs „Schulgarten“

Zwiesel. Was bauen wir in unserem Beet an? Radieschen, Gurken, Kartoffeln oder doch lieber Sonnenblumen? Diese Fragen haben sich in diesem Schuljahr zahlreiche Schüler der Realschule Zwiesel gestellt. Sie sorgten tatkräftig und motiviert dafür, dass der Schulgarten wieder genutzt und gepflegt wird. „Es freut mich jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster schaue und die fleißigen Gärtner beim Gießen der mittlerweile grünen Beete sehe“, sagt Konrektor Christian Sagmeister, der den Neustart initiiert hat.

Gleich zu Beginn, als Betreuungslehrerin Hannelore Reichel-meyr den Schülern die Idee zur Wiederbelebung des Schulgartens vorstellte, herrschte in jeder Klasse großes Interesse. Deshalb wurden die vorhandenen Beete verlost. Engagiert und zuverlässig gingen die Schüler im Frühjahr ans Werk. Sie beseitigten Unkraut, füllten die Beete mit neuer Erde und zogen teilweise auch zuhause aus Samen Stecklinge heran. Bald wuchsen neben den klassischen Gemüsesorten und Blumen auch ausgefallene Pflanzen wie Mangold und Süßkartoffeln, da jede Gruppe selbst bestimmte, was sie in ihrem Beet anbaute, und sich eigenverantwortlich um die Pflege kümmerte. Dass der Schulgarten zuvor einige Jahre vernachlässigt worden war, ist jetzt nicht mehr zu erkennen.
Hannelore Reichelmeyr ist stolz: „Die gesamte Schulfamilie zeigt sich begeistert von dem neu erblühten Garten. Aber auch die pädagogischen Ziele, die Schüler an den Gartenbau heranzuführen, Wachstum und Ansprüche von Pflanzen zu beobachten und den Wert des biologischen Anbaus zu schätzen, wurden erfüllt.“
Ein besonderer Dank ging an den Gartenfachmann Günther Weinberger, der den Schülern nicht nur Pflanzen zur Verfügung stellte, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite stand, und an den Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege des Landkreises Regen, Klaus Eder, für die kostenlose Bereitstellung der neuen Erde.
„Man darf von Anfang an bis zur Ernte alles selber machen. Außerdem macht es Spaß, zusammen mit anderen Schülern im Garten zu arbeiten“, lobt eine Fünftklässlerin das Projekt. Die Gemeinschaft wird auch bei der Salatparty Ende Juli gefördert, wenn alles, was jetzt im Garten erntereif ist, miteinander zu leckeren Köstlichkeiten verarbeitet und verspeist wird. Als Belohnung für die Einsatzbereitschaft der „Schulgärtner“ ist für den Herbst zudem eine Erntedankfeier geplant, bei der die eigenen Kartoffeln im Lagerfeuer geröstet werden.